Inhaltsverzeichnis Lesen

  • Der Fall - Steven Taylor
  • Zeit für Liebe - Diana Richardson
  • Das Prinzip der Einheit
  • Wenn ein Wunder geschieht
  • Der umarmende Richter

Der Fall - Steven Taylor

Eine neue Sicht auf die letzten 6000 Jahre Menschheits-geschichte und das Zeitalter davor. Vor 6000 Jahren veränderten sich aufgrund einer dramatischen Klimaveränderung die Lebensbedingungen und das Miteinander der Menschen drastisch – so Steve Taylor in seinem glänzend recherchierten Buch. Das überwiegend gewaltfreie und vom Einheitsbewusstsein matriarchalischer Prinzipien geprägte Leben der Stammesgesellschaften wurde in der Folge ersetzt durch den Kampf ums Überleben in Verbindung mit einem erwachenden Ego-Bewusstsein. Dies war der »Fall«. Der Autor geht davon aus, dass die heutigen Attribute der Menschheit wie Gier, hierarchisches Denken, Einsamkeit und chronische Lebensmüdigkeit keine anthropologischen Konstanten im Leben eines »homo sapiens« bilden, sondern dass es tatsächlich eine Art »Goldenes Zeitalter« gegeben hat, in dem der Mensch in harmonischer Einheit mit sich und der Natur gelebt hat. Frei von Verklärungsromantik räumt Taylor mit vielen Vorurteilen gegenüber der Steinzeitkultur und indigenen Bevölkerungsgruppen auf und erklärt, wie wir neues und altes Wissen verbinden und unser Ego in ein neues, spirituelles Bewusstsein transzendieren können. Dass der Mensch dem Menschen ein Wolf ist, ist keine unumstössliche Gegebenheit. Wir sind in der Lage, uns aus der Ego-Falle zu befreien – das ist die ermutigende Botschaft dieses ungemein fesselnden Buches.


Zeit für Liebe - Diana Richardson

Dies ist ein sehr schönes Buch für alle Menschen, die sich von einem Buch über Sex mehr erwarten als nur Beschreibungen, wie man technisch besser im Bett ist."Zeit für Liebe" ist eher für diejenigen gedacht, die mehr unter Sexualität verstehen als eine möglichst perfekte Anwendung von Techniken. Das Buch zeigt auf, wie man mehr Bewusstheit, Nähe und Zärtlichkeit in das Sexualleben integrieren kann und spricht sehr viele wichtige Punkte an, die in der "westlichen Sexualität" bisher unberücksichtigt blieben. Sehr empfehlenswert für alle, die etwas mit Tantra und Spiritualität anfangen können.


Das Prinzip der Einheit

Wie kann die gefühlte Dualität neben der Einheit mit Gott existieren? Wohin bewegt sich Bewusstein? Alles strömt zurück zur Einheit.

 

Das Paradoxon aus Dualität und Einheit

Obwohl jedes Bewusstsein bis zu seiner vollständigen Rückkehr zu Gott der Urverletzung unterliegt und solange getrennt von Gott ist, vereint es zugleich den Aspekt der Einheit mit ihm. Dies ist kein vollendeter Widerspruch, sondern ein sogenanntes Paradoxon. Es handelt sich nur um einen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht begreifbaren Widerspruch. Wir sind also von Gott getrennt und fühlen uns gegebenenfalls sogar von ihm verlassen. Und tatsächlich ist diese Erfahrung Teil unserer Existenz. Ja sie erklärt, woher die gewaltige Triebfeder für unser Rad des Leidens und des Karmas stammen, aber auch wieso wir nach höherem Bewusstsein streben.

 

Der Strom zu höherem Bewusstsein

Gleichzeitig trifft die Trennung genauso zu, wie der zweite Kernaspekt unseres Lebens, nämlich dass wir der Einheit Gottes angehören und seine „Kinder“ sind. Die Erinnerung an die Unendlichkeit und an den vollendeten Zustand ist in allem Sein gespeichert. Diese energetische Schwingung durchdringt uns immer vollständig, ja selbst wenn wir uns gänzlich von Gott abgewandt fühlen sollten. Sie erschafft sogar beim Menschen eine energetische Verbindung der inkarnierten Seele über die Mutterseele direkt zu Gott hinein. Aus dieser Energie entsteht ein großer Sog zur Einheit. Es ist die parallele Bewegung zurück zu Gott über die Erlangung eines höheren Bewusstseins.

 

Alles strömt von der Einheit weg und zu ihr zurück

In diesem Spannungsfeld schlagen in jedem Bewusstsein zeitgleich zwei unterschiedliche „Herzen“. Der individuelle Strom zurück zur Einheit aus der alles stammt über die Erlangung eines höheren Bewusstseins und der individuelle Strom weg von der Einheit durch die Tatsache der eigenen Wahrnehmung der Urverletzung.

Aber nicht die reine Wahrnehmung der Urverletzung erschafft niedrigeres Bewusstsein und damit eine weitere Entfernung von Gott, sondern das nicht Zulassen, nicht Akzeptieren und nicht offenherzige Anschauen dieses Umstands. Das Begreifen der Einheit Gottes und der naturgegebenen Trennung zur gleichen Zeit bedeutet Heilung.

Mit zunehmender Entfernung von der Einheit Gottes steigt die energetische Kraft der Urverletzung aber exponentiell (überproportional stark) an. Kein Bewusstsein wird sich so schnell negativ entwickeln können, wie diese Kraft wirkt. Ab einem bestimmten Punkt kommt es der Unendlichkeit sogar so nahe, dass deren energetische negative Ladung fast vollständig neutralisiert wird. Solche Lebensformen nehmen den denkbar tiefsten Punkt von Bewusstsein an, egal wie hoch sie zuvor entwickelt waren. Ihr karmischer Strom wird sich nun wieder neu bilden und eine Bewegung hin oder weg von der Einheit formen.

 

Bewusstsein, dass sich der Quelle jedoch nähern konnte, wird durch eine exponentiell steigende positive Kraft angezogen. Karma wird immer stärker aufgelöst. Erkenntnisse und Heilungen die vorher nicht möglich waren, werden nun möglich und finden leichter statt. Das Bewusstsein entwickelt sich entsprechend exponentiell hin zurück zur Einheit.

In Summe bildet der gesamte Lebensstrom (The Flow) daher mehr oder weniger eine Bewegung hin zu Gott.

 

Die Summe der energetischen Ströme hin und zugleich weg von Gott, die durch jede einzelne menschliche Seele hervorgebracht wird, bestimmt unseren energetischen Gesamtstrom mit dem wir konfrontiert sind. Die Einzelströme bilden das karmische Feld oder Körper eines Menschen, das sich seit seiner Erschaffung mit Energien auflädt und entsprechende Anziehungskräfte auf andere energetische Felder und Ströme ausübt. Wir ziehen daher energetische Umstände und Handlungen auf allen Bewusstseinsstufen an, oder stoßen sie ab. Dadurch erschaffen wir eigene Realitäten.

 

Auf der Nachfolgenden Webseite findest du noch mehr lesenswertes. 

www.erleuchtung.org


Wenn ein Wunder geschieht

Inspirierende, wahre Geschichten über Heilung, Hoffnung und Liebe

von Dr. Bernie S. Siegel

ISBN 978-3-7787-9238-4

Einführung

Vor vielen Jahren hätte ich ein Wunder als etwas definiert, für das es keine Erklärung gibt. Das war meine Vorstellung von einem Wunder. Wenn sich ein Patient unerwartet von einer Krankheit erholte, dann versuchte ich mit meinem rationalen Verstand nach Mechanismen im menschlichen Körper zu suchen, die diese Heilung ermöglicht hatten. Heute weiß ich, dass alles ein Wunder ist. Selbst Quantenphysiker und Astronomen können die Schöpfung nicht erklären. Das Leben ist ein Wunder, und es hat seinen Ursprung in der intelligenten, liebenden und mit Bewusstsein ausgestatteten Energie, die es erschaffen hat. Egal, ob Sie diese Energie als Gott oder mit einem anderen Begriff bezeichnen: Die Natur des Lebens zeigt uns, dass sie intelligent und von Liebe erfüllt ist – andernfalls würden wir es nicht überleben, wenn wir uns in den Finger schneiden oder eine Infektion zuziehen. Viele von uns können sich das Leben auf der Erde einzig und allein als ein Wunder vorstellen.

 

Meiner Meinung nach geht es bei Wundern um unser Potenzial und unsere angeborene Überlebensfähigkeit. Ein Botaniker hat ein Wunder einmal als »spontane Umkehr« bezeichnet, nachdem er entdeckt hatte, wie Pflanzen ihre Gene verändern, um Klimaveränderungen und Krankheiten zu überleben. Denken Sie nur daran, dass ein Baum nicht verblutet, wenn er im Herbst seine Blätter abwirft … er heilt sich selbst und überlebt.

 

Die Medizin bezeichnet eine unerwartete Heilung als »Spontanremission«. Doch allein diese Wortwahl deutet an, dass es sich hier um eine glückliche Fügung handelt und dass die betreffende Person nichts damit zu tun hatte. Das ist falsch. Jedes Lebewesen birgt das Potenzial in sich, Wunder zu bewirken. Studien und Untersuchungen belegen, dass sich Krebsgeschwüre manchmal ohne Behandlung wieder zurückbilden. Deshalb müssen wir die Persönlichkeiten und die Lebensgeschichten der Menschen untersuchen, von denen wir glauben, dass sie eine wundersame oder selbst verursachte Heilung erlebt haben.

 

Ich kenne Menschen, die ihre Sorgen Gott anvertraut oder die Behandlung verweigert haben, um nach Hause zurückzukehren und vor ihrem Tod noch etwas Sinnvolles zu tun. Sie haben das getan, was sie glücklich macht – sei es, sich einen Hund anzuschaffen oder sich für ein Tierschutzgebiet einzusetzen –, und immer schließen die Briefe, die sie mir schicken, mit dem Satz: »Ich bin nicht gestorben, und jetzt habe ich so viel zu tun, dass es mich glatt umbringt. Hilfe!

 

Was soll ich machen?« Ich möchte den Begriff Wunder nicht auf physische Ereignisse wie etwa die Heilung einer Krankheit reduzieren. Wunder geschehen in allen Lebensbereichen. Da das Bewusstsein nicht auf den Körper reduziert ist oder von Raum und Zeit begrenzt wird, kann es auch über weite Entfernungen etwas bewirken. Darauf werde ich später näher eingehen, wenn ich mich mit spezifischen Beispielen befasse. Ich hoffe, Ich hoffe, dass wir irgendwann so viel Geld für die Erforschung des geistigen Raums und der Wunder des menschlichen Körpers aufbringen, wie wir derzeit für die Erforschung des Weltalls ausgeben. Das Geheimnis liegt in uns, und dass wir Angst davor haben, uns unserem Innersten zuzuwenden, liegt in unserer Natur. Wir müssen aufhören, unser Inneres zu fürchten, damit wir unser wahres Potenzial ausschöpfen können.

 

Ein echtes Wunder wird oft dadurch definiert, dass es den Naturgesetzen widerspricht. Meine Mutter bezeichnete Wunder immer als »Gottes Umleitungen«, die zu einem guten Ende führen. Eine Fernsehsendung, die Sie sich eigentlich nie ansehen würden, informiert Sie über eine Krankheit, von der Sie gar nicht vermutet hätten, dass Sie darunter leiden; ein Fremder hilft Ihnen, einen Reifen zu wechseln  – kurz bevor eine Flutwelle kommt; der Hund bellt, während Sie schlafen – weil er ein Feuer riecht. Diese Ereignisse beruhen bei Weitem nicht nur auf Zufall. Sie sind mehr als glückliche Fügungen. Sie sind Wunder. Tatsächlich kann man auch sogenannte Pechsträhnen als Wunder bezeichnen, denn nur allzu oft führen sie uns in eine völlig neue, positive Richtung. Vor Jahren litt ich so sehr unter Arthritis, dass meine Karriere als Chirurg beendet schien, noch bevor sie richtig begonnen hatte. Ich schied aus dem aktiven Militärdienst aus und kehrte nach Connecticut zurück, um in der Praxis eines ehemaligen Kollegen zu arbeiten. Fast sofort verschwanden die Symptome meiner Arthritis. Ich konnte weiter meinen Beruf ausüben und zu dem Menschen werden, der ich heute bin. Ich erwarte nicht von einem Wunder, dass es die physische Realität der Natur verändert. Stattdessen soll es die Sichtweise ändern, die wir der Natur und dem Leben entgegenbringen. Wenn wir uns dafür entscheiden, etwas zu bewegen und zu verändern, wenn wir allen Lebewesen Frieden, Liebe und Freude schenken wollen … das ist in der Tat ein Wunder.

 

Unser Leben ist eine wunderbare Geschichte. Wenn uns diese Geschichte wichtige Einsichten vermittelt, können wir über uns selbst hinauswachsen und diese liebende, intelligente und mit Bewusstsein ausgestattete Energie wirken lassen. Doch dies erfordert Tatkraft, Hingabe und das Streben nach Weisheit – Eigenschaften, die denjenigen zu eigen sind, die alle Erwartungen übertreffen. Stacey Chiew schreibt in einem wunderbaren Artikel: »Ich glaube, dass jeder von uns den Schlüssel in sich trägt, der die Tür zu den Wundern öffnet. Doch zuvor muss man das Zauberwort kennen: die Liebe. Wunder sind die Antwort auf die Liebe, die wir uns selbst und anderen entgegenbringen.

 

Die Liebe bewirkt die außergewöhnliche Heilkraft unseres Körpers, sie ist jenes erstaunliche Kraftfeld, das uns beschützt, und sie ist die Freude, wenn unsere Gebete beantwortet werden.« Da kann ich Stacey nur zustimmen: Das Leben ist ein Wunder. Niemand kann heute – und wahrscheinlich auch in Zukunft – die Schöpfung erklären. Wie ist es möglich, dass die intelligente, liebende und mit Bewusstsein ausgestattete Energie die Materie erschuf? In diesem Buch will ich einige meiner Lieblingsgeschichten mit Ihnen teilen. Kleinode, gesammelt aus meiner medizinischen Praxis, aus den Tausenden von E-Mails, die ich erhalten habe, und aus meiner persönlichen Lebenserfahrung. Aufgrund der vielen Jahre, in denen ich meine Patienten begleitet und mit ihnen gearbeitet habe, bin ich zur festen Überzeugung gelangt, dass es Wunder gibt und dass wir sie in zunehmendem Masse erleben.

 

Indem ich diese anrührenden Erfahrungen mit Ihnen teile, hoffe ich, dass ich in Ihrem Leben den Funken der Hoffnung und Dankbarkeit entzünden kann. Wir müssen uns unseres Potenzials bewusst werden und dürfen unsere Versuche, Wunder zu bewirken, nicht von vornherein als sinnlose Unterfangen begreifen. Nicht jeder kann im Lotto gewinnen oder in Lourdes eine wundersame Heilung erfahren. Manche jedoch schon. Also warum sollten wir nicht von diesen Menschen lernen? Versuchen Sie es einfach. Ich bin mir sicher, dass Ihnen dieses Wagnis Freude und Gewinn bereiten wird, haben Sie also keine Angst davor, Verantwortung zu übernehmen und an diesem großen Experiment teilzunehmen. Wenn ein Wunder geschieht ist in fünfzehn Kapitel unterteilt, in denen Sie Geschichten über Wunder, inspirierende Zitate, Anekdoten und meine persönlichen Überlegungen finden. Jede Art von Wunder wird ausführlich behandelt – von denen des Alltags bis hin zu beeindruckenden Genesungsgeschichten. Ich will Sie dazu ermutigen, jeden Tag aufs Neue nach Wundern Ausschau zu halten und sie zu bewirken. Ich hoffe, dass Ihnen dieses Buch Ermunterung, Kraft und guten Rat für die wundersame Reise schenkt, die wir Leben nennen.


Der umarmende Richter

Lee Shapiro ist Richter im Ruhestand. Er ist auch einer der wirklich liebenden Menschen. An einem Punkt in seiner Karriere erkannte Lee, dass Liebe die grösste Macht ist, die es gibt. In der Folge wurde Lee ein "Umarmer". Er fing an, jedem eine Umarmung anzubieten. Seine Kollegen tauften ihn den umarmenden Richter - im Gegensatz zum hängenden Richter. Der Aufkleber an seinem Auto lautet: Geh mir nicht auf die Nerven. Nimm mich in den Arm.

 

Lee erfand, was er seinen Herz-Beutel nannte. Auf der Aussenseite steht: Ein Herz für eine Umarmung. Innen enthielt er dreissig kleine rote, bestickte Herzen mit Klebefilm auf der Rückseite. Lee nahm seinen Herzbeutel, ging unter Menschen und bot ihnen ein kleines rotes Herz im Tausch für eine Umarmung an.

 

Lee ist deswegen so bekannt geworden, weil er oft zu Konferenzen und Versammlungen eingeladen wurde, wo er seine Botschaft der bedingungslosen Liebe vermittelte. Während einer Konferenz in San Francisco forderte ihn der lokale Nachrichtensender heraus: "Es ist leicht, Leute hier in der Konferenz in den Arm zu nehmen, die selbst gewählt haben, hier zu sein. Aber in der Wirklichkeit funktioniert das nie."

 

Sie forderten Lee auf, auf den Strassen von San Francisco Umarmungen anzubieten. Gefolgt von einem Fernsehteam des lokalen Nachrichtensenders ging Lee auf die Strasse. Zuerst näherte er sich einer vorbeigehenden Frau. "Hallo, ich bin Lee Shapiro, der umarmende Richter. Ich gebe diese Herzen im Tausch für Umarmungen". "Klar." erwiderte sie. "Zu einfach", wandte der lokale Kommentator ein. Lee sah sich um. Er sah eine Politesse, die es mit dem Besitzer eines BMW nicht leicht hatte, dem sie einen Strafzettel gab. Er marschierte auf sie zu, das Kamerateam im Schlepptau und sagt: " Sie sehen aus, als ob Sie eine Umarmung gebrauchen könnten. Ich bin der umarmende Richter und ich biete ihnen eine an". Sie akzeptierte sie.

 

Der Fernsehkommentator forderte Lee ein letztes Mal auf: "Sehen Sie, da kommt ein Bus. Busfahrer aus San Francisco sind die härtesten, griesgrämigsten, gemeinsten Leute in der ganzen Stadt. Lassen Sie uns sehen, ob Sie ihn dazu kriegen, Sie in den Arm zu nehmen". Lee nahm die Herausforderung an.

 

Als der Bus an die Bordkante fuhr, sagte Lee. "Hallo, ich bin Lee Shapiro, der umarmende Richter. Dies muss einer der anstrengendsten Jobs in der ganzen Welt sein. Ich biete Leuten Umarmungen an, um die Bürde etwas zu erleichtern. Möchten Sie eine? Der 1,90 Meter grosse, 104 Kilo schwere Busfahrer kam von seinem Sitz herunter, trat heraus und sagte: "Warum nicht"? Lee nahm ihn in den Arm, gab ihm ein Herz und winkte zum Abschied, als der Bus abfuhr. Das Fernsehteam war sprachlos. Schliesslich sagte der Kommentator: Ich muss zugeben, ich bin sehr beeindruckt".

 

Eines Tages erschien Lees Freundin Nancy Johnston vor seiner Tür. Nancy ist ein professioneller Clown und sie trug ihr Clownkostüm mit Schminke und allem. "Lee, nimm Dir ein paar von Deinen Herz-Beuteln und lass uns zum Behindertenheim gehen".

 

Als sie im Heim ankamen, fingen sie an, farbige Ballonhüte, Herzen und Umarmungen an die Patienten zu verteilen. Lee fühlte sich unbehaglich. Er hat noch nie zuvor Leute umarmt, die unheilbar krank, schwer zurückgeblieben oder Tetraplegiker waren. Es war eine ziemliche Anstrengung. Aber nach einer Weile wurde es einfacher für Nancy und Lee, die inzwischen ein Gefolge von Ärzten, Schwestern und Pflegern hatten, die ihnen von Station zu Station folgten.

 

Nach etlichen Stunden erreichten sie die letzte Station. Dies waren 34 der schwersten Fälle, die Lee in seinem Leben gesehen hatte. Das Gefühl war so bitter, dass es ihm den Mut nahm.

 

Aber aus ihrer Verpflichtung heraus, ihre Liebe zu teilen und etwas zu verändern, fingen Nancy und Lee an, sich durch den Raum zu arbeiten, das medizinische Personal im Gefolge, von denen jeder inzwischen ein Herz an seinem Kragen und einen Ballonhut auf dem Kopf hatte.

 

Schliesslich kam Lee zum letzten Patienten, Leonard. Leonard trug ein grosses weisses Lätzchen, auf das er sabberte. Lee sah Leonard an, der auf sein Lätzchen tropfte und sagte: Lass uns gehen Nancy, es gibt keine Möglichkeit, zu diesem Menschen durchzudringen. Nancy erwiderte: Komm schon, Lee, er ist ein Mitmensch, oder nicht? Dann setzte sie einen lustigen Ballonhut auf seinen Kopf. Lee nahm eines seiner kleinen roten Herzen und setzte es auf Leonards Lätzchen. Er holte tief Atem, beugte sich hinunter und nahm Leonard in den Arm.

 

Plötzlich begann Leonard zu kreischen: Iiiiihh! Iiiiihh! Einige der anderen Patienten im Raum begannen, mit Gegenständen zu klappern. Lee wandte sich um eine Art Erklärung an das Personal und konnte nur feststellen, dass alle Ärzte, Schwester und Pfleger weinten. Lee fragte die Oberschwester: Was geht hier vor?

 

Lee wird nie vergessen, was sie sagte: Das ist das erste Mal in 23-Jahren, dass wir Leonard haben lächeln sehen.

 

Wie einfach ist es, im Leben anderer etwas zu verändern.

 

(aus Hühnersuppe für die Seele von Jack Canfield und Mark Victor Hansen)